Philosophie

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Zwei Grundsätze sind mir in meinem Reitunterricht besonders wichtig.

Erstens möchte ich durch eine Atmosphäre der Heiterkeit und des Vertrauens erfolgreiches Lernen ermöglichen.
CSA Kochclub März 2014, Unterrichtsfotos Tanja, Cosima Ankunft 042
Zweitens folge ich dabei meinem schlüssigen Lehrkonzept, dass ich im Folgenden näher erklären möchte.

Ich sehe meine Aufgabe darin, das Reiter- Pferd-Paar zu begleiten und es in seinen momentanen Möglichkeiten zu erkennen und schrittweise zu fördern.
CSA Kochclub März 2014, Unterrichtsfotos Tanja, Cosima Ankunft 039

Dabei lege ich sehr viel Wert auf gesundheitsfördernde Übungen für den Reiter (Atemschulung, Aufwärmübungen, Aufwärmspiele) und sein Pferd (gymnastizierende Übungen, angelehnt an die Richtlinien der FN). Das Unterrichtsgeschehen orientiert sich in erster Linie an der Verbesserung der Balance des Pferdes. Nach meinem Verständnis sollte dressurmäßiges Reiten dem Pferd zu einem besseren Körpergefühl verhelfen. Die Losgelassenheit steht im Vordergrund, alle anderen Übungen oder Lektionen erwachsen aus ihr.
Ein Netzwerk aus kompetenten Human- Physiotherapeuten, Kinesiologen und Tierheilpraktikern ist entstanden.  Bei der Ursachenforschung von Rittigkeitsschwierigkeiten können diese Experten wertvolle Hilfe  leisten.
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Individuell und methodenreich möchte ich in meinem Unterricht Erfolgserlebnisse und Spaß vermitteln.

Ein großes Thema in meinen Reitstunden ist das „situationsbezogene Bewegungslernen“.

Hierbei werden dem Reiter Aufgaben gestellt, anhand deren Ausführung er seine eigene Wahrnehmung schulen und die Hilfengebung intuitiv verbessern kann. Fühl-Übungen aus der Rhythmik und Musikpädagogik gehören ebenfalls zu meinem Methodenkatalog.
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Die durchweg technikfokussierte Vermittlung des Reitens mit dem Pferd als reinem Sportgerät ist mir ein Graus.

Reiterei ist in erster Linie ein Weg der Achtsamkeit und somit lehre ich zunächst das Fühlen, dann das Verstehen und gebe dann Anleitung zur selbständigen Umsetzung. Dabei sehe ich mich als eine Art Dolmetscher, der zwischen Reiter und Pferd mit bildreicher Sprache vermittelt.

Harmonische Momente mit dem Pferd können sich nach meiner Methode in jedem Ausbildungsstand des Paares einstellen.

Enorm wichtig ist für mich die breite Basisausbildung des Jungpferdes. Ich sehe mich in diesem Punkt in der Tradition der Kavallerieschule Hannover. Vor allem das regelmäßige Reiten im Gelände, auch über freundliche Hindernisse, gehört für mich zur Grundausbildung eines jeden Pferdes. Zur Förderung der Losgelassenheit ist das durchaus auch sportliche Geländereiten ein phantastisches Mittel und dient dem Reiter und dem Pferd zur Freude.
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